Nationalschatz

Nyoraidō

1748 (Mitte der Edo-Zeit)
Fünf Joch-lange Struktur
Gebäudebreite: Spannweite von 4 Dachbalken
Eingeschossig mit Pultdach
Walmdach
Die Rückseite des Pultdachs hat einen Giebel mit nach unten geschwungenem Dach
Die Vorderseite des Pultdachs ist drei Joch breit
Traufe mit Spitzgiebel
mit Dachziegeln gedeckt (hongawarabuki)

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如来堂

Inmitten der Stille
lebt die Schönheit meisterhafter Handwerkskunst fort

Die Nyoraidō ist die wichtigste Gebetshalle des Senjuji und beherbergt das wichtigste Kultobjekt, eine Statue von Amida Nyorai, wonach sie benannt ist. Amida Nyorai ist auch als Buddha des unendlichen Lichts und Lebens bekannt und die Hauptgottheit des Jōdo-Shinshū-Buddhismus. Gläubige singen das Nenbutsu „Heil dem Buddha des unendlichen Lichts (namu amida butsu)“, das den Glauben an Amida Nyorai und Dankbarkeit ausdrückt.

Im Gegensatz zur Mieidō ist die Nyoraidō im Zen-Architekturstil erbaut und etwa halb so groß. Sie ist jedoch genauso hoch wie die Mieidō. Die architektonischen Merkmale der Nyoraidō zeigen ihre Bedeutung als Haupthalle des Senjuji. Der geschwungene Giebel über dem Eingang und das Pultdach, das die Mitte des Gebäudes umgibt, waren bei der Errichtung der Halle im 18. Jahrhundert schwierig und kostspielig zu bauen. Unter der Traufe des Walm- und Satteldachs finden sich detaillierte Schnitzereien. Die Kraniche unter dem Ost- und Westgiebel der Nyoraidō sind so naturgetreu, dass man sagt, sie hätten sich nach dem Besuch des Teichs hinter der Nyoraidō gerade erst in die Lüfte erhoben.

Das große Ziegeldach ist schwer und das obere Dach wird teilweise durch geschichtete Träger zwischen den beiden Dächern gestützt. Die Enden dieser Träger sind in Drachenform geschnitzt. Die Mäuler der Drachen sind abwechselnd offen und geschlossen. Dies ist ein Ausdruck des ersten und letzten Lauts der japanischen Silbenschrift, „a“ und „un“, die den Anfang und das Ende aller Dinge darstellen. Neben Drachen wurden auch Elefanten (im Buddhismus spirituell wichtig) und Baku (mythische Tiere, die Metall fressen und so Kriege verhindern) in die Träger geschnitzt.

Das wichtigste Kultobjekt ist eine stehende mit Blattgold überzogene Holzskulptur von Amida Nyorai. Dieses Werk stammt von Kaikei (Daten unbekannt), einem führenden Künstler der Kei-Schule buddhistischer Bildhauerei, der um die Wende zum 13. Jh. aktiv war. Auf Querbalken über dem Bild von Amida sind drei Tafeln mit wirbelnden goldenen Wolken. Zwischen den Wolken fliegen Vögel und zahlreiche Instrumente, darunter eine Flöte, eine Taiko-Trommel und ein Schneckenhorn. Auf den Querbalken senkrecht zum Altar sind detaillierte Tierschnitzereien, wie Affe, Kaninchen, Pferd und Tiger.

Der Bau der Nyoraidō dauerte etwa 30 Jahre, vor allem, weil es einige Zeit dauerte, genügend Geld für die Fertigstellung des Projekts zu sammeln. Der Bau begann 1719 und wurde sechs Jahre lang kontinuierlich fortgesetzt, bevor fehlende Mittel ihn stoppten. Die Arbeiten wurden 1740 fortgesetzt und die Halle wurde schließlich 1748 fertiggestellt. Im Gegensatz zur Mieidō wurde die Nyoraidō von lokalen Handwerkern gebaut und von Laien finanziert. Im Tempel sind noch alle Aufzeichnungen des Bauprozesses vorhanden, von den ersten Plänen bis zum Materialkauf, sowie eine vollständige Liste der Spender und ihrer Beiträge.

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