Wichtiges Kulturgut
Otaimensho
1785 (Zweite Hälfte der Edo-Zeit)
Länge: 24,5 m
Breite: 19,5 m
einstöckig / einlagig
Walmdach
tsumairi-Eingang
mit Dachziegeln gedeckt (hongawarabuki)
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Ein Raum umschlossen
von prachtvollen Wand- und Schirmmalereien
Der Otaimensho ist ein Saal für Begegnungen zwischen dem Abt des Senjuji und der Laiengemeinschaft. Bis zum Beginn des 20. Jh. wurde er oft für solche Treffen genutzt, heute finden diese Ereignisse aber nur noch jährlich statt. Er wurde auch für Teetreffen und als Filmkulisse genutzt. Das Originalgebäude wurde 1783 durch einen Brand zerstört, aber 1786 wieder aufgebaut.
Der große Saal lässt sich durch Schiebetüren in kleinere Räume unterteilen. Die Räume sind in drei Reihen zu je fünf Räumen angeordnet. Der Saal wird prestigeträchtiger, je tiefer man geht. Der Mittelpunkt und der höchstrangige Bereich der drei Hauptabschnitte ist der hintere Mittelraum mit einem erhöhten Holzboden und einem großen Gemälde eines Mandschurenkranich-Pärchens unter verschneiter Kiefer. Im innersten Raum im Westen des Saals steht ein buddhistischer Altar mit einer Statue von Amida Nyorai aus dem 13. Jahrhundert. Der Raum am Ende der Ostseite ist kein erhabener Raum, sondern ein privater Raum für den Oberabt des Senjuji, bevor er den Raum vor dem Gemälde mit den Kranichen und der Kiefer betritt. Seine Schiebepaneele sind meist geschlossen.
Ein überdachter Gang verbindet den Otaimensho mit den umliegenden Gebäuden. Er hat ein geziegeltes Walm- und Satteldach mit geschwungenem Giebel über dem Eingang.
Der Otaimensho ist nicht öffentlich zugänglich.
Gyōshū Shōnin
Gyōshū (1582–1666) war der 14. Hauptpriester des Senjuji-Tempels, des Haupttempels der Jōdo-Shinshū-Takada-Sekte. Nach der Übergabe des Amtes des Hauptpriesters an seinen Sohn Gyōchō Shōnin gingen mehrere Tempelgebäude beim Großen Ishinden-Brand verloren. Gyōshū nahm seine Position als Hauptpriester wieder auf und tat sein Möglichstes, um die bei der Katastrophe zerstörte mieidō-Halle wieder aufzubauen.
Shinne Shōnin
Shinne (1434–1512) war der 10. Hauptpriester des Senjuji-Tempels der Jōdo-Shinshū-Takada-Sekte. Er war eine zentrale Figur beim Wiederaufleben des Senjuji-Tempels und ermöglichte die Verlegung des Tempels von Takada in der Präfektur Tochigi nach Ishinden in der Präfektur Mie.
Wandmalerei einer großen Kiefer und eines japanischen Kranichs

tsumairi-Eingang
Bei dieser Bauweise ist der Haupteingang eines Gebäudes an der Giebelseite platziert.

Karahafu-Wellengiebel
Ein spezieller Dachstil mit einem Giebel, der ausgehend von der Oberkante in der Mitte auf jeder Seite in sanften Kurven abfällt.

Walmdach
Shinbutsu (1209–1258) war der zweite Hauptpriester des Senjuji-Tempels, des Haupttempels der Jōdo-Shinshū-Takada-Sekte. Er war ein direkter Schüler von Shinran Shōnin (1173–1263) und erbte die heiligen Lehren seines Meisters. Shinbutsu festigte die Grundlage der Sektenlehre und stärkte die Präsenz der Takada-Sekte in der Kantō-Region.

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